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Das Picasso Museum

von María Dolores Arrózpide Liceaga , Malaga 20.2.2005

Sevilla - the capital of Andalusia Für all die Bewunderer des genialen Malers ist es, neben den Museen in Barcelona und in Paris, ein absolutes Muss das Picasso Museum zu besuchen. Schließlich kommt Picasso aus Malaga.
Ja, Picasso kommt von hier! Viele denken er sei Franzose gewesen, denn er verbrachte einen großen Teil seines Lebens in unserem Nachbarland. Andere wiederum vermuten er sei Italiener gewesen , sein Nachname klinge doch italienisch.
Doch Picasso ist in Malaga geboren, an der Costa del Sol, und ich bin der Meinung hier liegen die Wurzeln seiner Genialität.

Das Museum ist aus verschiedenen Gründen sehr interessant: wegen der Dauerausstellung und den temporären Ausstellungen seiner Werke in dem noblen und entsprechend angemessenen heimischen Bauwerk Palacio de Buenavista - heute mit einem Anbau im ehemaligen antiken jüdischen Viertel - und wegen der fantasitschen Leistung der Gruppenführer, die nicht nur monoton ihren Text runter leiern, sondern die Studenten, je nachdem wie hoch das Niveau ihrer Spanisch-Kenntnisse ist, miteinbeziehen.
Jede Gruppe mit welcher LEXIS bisher das Museum besuchte, hat über die Besichtigung nur Gutes zu berichten gehabt.

I.

No se elige el lugar donde se nace.
Nace en Málaga el niño,
se forja en Málaga el genio.
Un barrio popular, la plaza de la Merced, un pequeño cosmos donde cada quien es cada cual, pero es alguien.

Gente que no hace concesiones ni a la riqueza ni al poder.
Gente libre de sentir,
libre de expresar lo que siente.
De expresar con color lo que siente,
el don de la sal al hablar.

Despierta en Málaga el niño,
la luz entra en el genio.

¿Dónde sino ese mar inconfundible,
el color del paraíso en el cielo,
el verde brillante de las hojas?

¿Dónde sino esa raza de mujeres hermosas, espontáneas,
de hombres amables y bellos?

¿Dónde ese vivir pausado, sabio, donde cada instante es importante, porque brilla con luz propia ?

La mirada del genio no encuentra barreras.
No es insolente mirar lo que está a la vista.
¿Dónde sino esa mirada, que no busca, que encuentra?

Man kann sich den Ort nicht aussuchen, wo man geboren wird.
Man kann sich nicht aussuchen, ob amn arm oder reich geboren wird, ob man in eine zerrüttete oder in eine ruhige Welt kommt.
Das Talent erben wir von unseren Eltern oder durch einen vom Glück begünstigten Moment unserer Erzeugung.

Was strahlt jemand bloß aus, der auf jedemTeil der Erde wiedererkannt wird?
Wie wird man ein universelles Genie?
Wie wird man ein Picasso?

Picasso. Ein entschiedener Mann, ein Fabelwesen, wie der unverkennbare, sichere Strich, den er sekundenschnell auf das Papier zu bringen wußte, der starke Ausdruck seiner Zeichnungen....
Er war eine Persönlichkeit mit Charisma, mit einer außergewöhnlichen Energie, welche die Schwächen eines Normal-Sterblichen nicht zu kennen schien.

Frei sein, ein freies unbeschwertes Leben führen können, einfach beobachten und das ausdrücken können, was man sieht und fühlt.
In seinen Bildern finden wir kein Zugeständnis an den Reichtum oder an die Macht.
In seinen Bildern sehen wir den Freund, Frauen oder einen Teil von ihnen, die ihn leiden ließen oder sein Herz berührten, den Stier und den Torero, welche er erfürchtig beobachtete.
Wir entdecken keinen vergeblichen Versuch, auf engem Raum die Größe der Natur oder bedeutende Werke einer Zivilisation abzubilden.
Wir sehen den lebendigen Blick, die feine Geste, den Stolz den wir in uns tragen. Wir sehen Licht, die Farben des Lebens; in einer Todeszene stellt er selbst den Tod lebendig dar.
Was ist das Guernica von Picasso, wenn nicht die Versinnbildlichung des Todes selbst?
Ja, man erkennt sich in den Darstellungen entspannter Pose wieder, in dem Ausdruck der Augen, welche einen banalen Gedanken, Intimität wiederspiegeln.

Man sucht sich den Ort, in den man hineingeboren wird, nicht aus.
Malaga. Ein Junge wird geboren, ein Genie entwickelt sich.

II.

Macht man eine kleine Zeitreise quer durch seine ganzen Werke, fällt auf, dass Picasso immer eine emotionale Verbindung zu unserem Mittelmeer aufrecht erhält, zu unserer Heimat. Nein, das haben wir uns nicht ausgedacht. Die Bilder seiner Heimat sind in seiner lebendigen Erinnerung, in seiner Vorstellungskraft so tief verwurzelt, dass er sie immer wieder darstellt. Sie leben in seiner Mythologie, sind immer präsent.

Es ist die Zeit, als er mit „Picasso, de Malaga“ unterzeichnet, die Zeit seiner ersten Skizzen: der Fiesta seiner Exzellenz, der Stiere, dem Todesritual in der Arena, mit dem er während seiner Kindheit in Malaga immer wieder konfrontiert wurde.....die ersten Versuche in Öl zu malen, in der Nähe des Hafens und dem Meer gegenüber.
Er beginnt Unterricht zu nehmen: Zeichnen, Kompositionslehre, Farbenlehre.
Alles passiert in einer Stadt, in welcher die Kunst gerade den plastischen und detailgetreuen Durchbruch erlebt.
Die Schule in Malaga im XIX Jhr.: Denis, Simonet, Munoz Degrain, Moreno Carbonero, Ocon.

Es vergehen viele Jahre und der Abstand zur Heimat seiner Kindheit wird immer größer.
Durch den Bürgerkrieg in Spanien herrschen große Unruhen. Picasso und seine Werke werden geächtet. Fast ein halbes Jhr. muss vergehen, bis er sich, fast schüchtern, wieder als „Malaguener“ bekennt. Aber es ist nicht einfach nur eine Rückkehr an die Costa del Sol:
Picasso wird in Malaga wiedergeboren. Er wird wiedergeboren, weil Malaga ihn wieder zu den Seinigen zählt, und nicht nur das: in wenigen Jahren wird Picasso zur Ikone der Stadt. Sein Geburtshaus wird wiederaufgebaut und zu einem Museum und Zentrum für das Studium seiner Werke umgewandelt; es ist ein gute Einführung für die Ausstellung seiner Werke im Palacio Obispal, dem Bischofspalast. Mit der Einweihung des Picasso-Museums in Malaga hat er den Höhepunkt erreicht.
Dafür gebürt der Familie Picasso großer Dank, sowie der treibenden Kraft des andalusischen Kultusmisnisteriums, Consejería de Cultura de la Junta de Andalucía.
Auf über 8000 m2 kann man die künstlerische Laufbahn Picassos in der Dauerausstellung mit über 300 Werken verfolgen. Zusätzlich finden temporäre Ausstellungen seiner künstlerischen Phasen statt.

III.

Die Anlage des Picasso-Museums im Palast der Grafen von Buenavista, aus der Zeit der Renaissance, war Anstoß für den Wiederaufbau des antiken jüdischen Viertels.
Außerdem wurden unter dem Museum antike Grundmauern freigelegt, die Reste einer Stadt aus der Zeit der Phönizer, eine archäologische Fundstelle von hohem Wert. Das sind mehr als 30 Jhr. Geschichte an ein- und demselben Ort.

Abgesehen von den Werken der heutigen Zeit, muß man mal zusammenfassen, wieviele Spuren die Geschichte hier hinterlassen hat: die Phönizer waren hier, die Griechen, die Römer, die Araber, die Hebräer, und die Christen. Das Alcazaba, die Burg Gibralfaro, das römische Theater, die Kathedrale, das wieder aufgebaute historische Zentrum bis hin zum Picasso-Museum bilden eine einzigartige Ansammlung geschichtsträchtiger Monumente und Werke (nichts davon ist mehr als 5 Fuss-Minuten von der Sprachschule LEXIS entfernt), was danach verlangt, sie als Erbe der Menschheit anzuerkennen.

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