Paseo de Reding 7
29016 Malaga
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Ein Besuch im Botanischen Garten "de la Concepción"
von María Dolores Arrózpide Liceaga , Malaga 20.2.2005
Man kann sich kaum vorstellen, wie schön der Garten ist, dessen üppiger Pflanzenwuchs links von der Nord-Schnellstrasse zu sehen ist.
Wir warten am Eingangsbereich auf die Gruppenführerin, der uns den Garten zeigen wird.
Eine leichte Brise bewegt die Blätter in den Bäumen und wir betrachten den still vor uns liegenden Teich.
Wir fühlen uns ganz klein vor der Allee riesiger Platanen (ihre Blätter gleichen sehr denen des Ahornbaumes), welche gleich hinter dem Eingangsbereich beginnt.
Die Gruppenführerin, eine junge Botanik-Studentin, erzählt uns mit Charme und auf einer netten Weise die Geschichte des Gartens:
Er wurde von einem frisch verheirateten Paar erschaffen; während sie in ihren besonders langen Flitterwochen um die ganze Welt reisten, sammelten sie Pflanzen aus allen Teilen der Erde und brachten sie mit.
Aus den Ländern, mit welchen die reiche Familie in kommerziellem Kontakt stand, erhielt sie auch weiterhin Pflanzen.
Wenn wir uns dieses Luxus-Leben vorstellen und mit dem Unseren vergleichen, fühlen wir uns noch kleiner, mit unseren begrenzten Möglichkeiten zu reisen und unseren bescheidenen Balkonen, auf denen wir unsere vergleichsweise kleinen, unscheinbaren Blumentöpfe gießen.
Während der Blick über den ungeheuer schnell hochwachsenden Bambus schweift, wir die Vielfalt gigantischer Fikusse bewundern, die mit ihren großen Luftwurzeln sehr geheimnisvoll wirken und die vielen tausend anderen Pflanzen entdecken, welche sich nach dem Licht strecken, kommt unser Optimismus zurück.
Nun steigen wir bis zur höchsten Stelle des Garten.
Hier steht ein kleines Schlösschen, eine Art Jagdschloss; links davor steht ein mit Glyzinien (auch Blauregen oder Wisteria genannt) bedeckter Gang.
Wir gehen den Weg weiter, hören dem Plätschern und Murmeln des Wassers und dem Flüstern des Windes in den Zweigen zu, umgeben von jahrzente alten Spezien aus den Tropen.
Die Besuchergruppe ist entspannt, man kommentiert die Seltenheit vieler Pflanzen, die meisten hat man noch nie gesehen.
Schließlich gelangen wir zum so genannten mediterranen Garten: hier stehen wunderschöne Pinien, wie auch beeindruckende Riesen-Pinien und erneut kommen wir an gigantischen Platanen vorbei.
Schließlich führt uns der Weg hoch zu einem kleinen Pavillon:
umgeben von duftenden Pflanzen, können wir von hier oben auf die Stadt Malaga herunterblicken.
Auf dem Weg hinunter zum Ausgang kommen wir noch an ein paar antiken, romanischen Kunstgegenständen vorbei, an Teilen romanischer Skulpturen, welche hier unter freiem Himmel stehen.
Und auf einmal ist unser Besuch hier auch schon zu Ende gegangen:
In den eineinhalb Stunden, welche die Führung gedauert hat, haben wir jegliches Gefühl für die Zeit verloren.
Erholt und zufrieden verabschieden wir uns von unsrer Gruppenführerin.

