Paseo de Reding 7
29016 Malaga
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Ein Besuch auf der Festung Gibralfaro
von María Dolores Arrózpide Liceaga , Malaga 20.2.2005
Die antike arabische Festung, die im Laufe ihrer gesamten Geschichte der Verteidigung der Stadt diente, befindet sich auf dem Hügel El Faro und ermöglicht durch ihre Lage einen tollen Ausblick.
Nach dem Spanischkurs machen wir uns zu Fuβ auf den steilen Weg, der nur wenige Meter von unserer Sprachschule Lexis entfernt beginnt.
Es gibt auch einen lokalen Bus, der uns nach oben gebracht hätte, aber da wir ja alle gut in Form sind…
Nachdem wir uns ein wenig vom Aufstieg erholt haben, treten wir durch einen Bogen in der doppelten Mauer in die Festung ein. Wir biegen nach links und sind schon am ersten Aussichtspunkt. Von dort aus haben wir einen ausgezeichneten Blick über den Park, den Hafen und das weite Meer.
Wir folgen dem Verlauf der Mauer Richtung Süden bis wir zu einem zweiten Aussichtspunkt kommen. Von hier aus können wir die Kathedrale sehen und auch das Gebiet, in dem sich das Picasso-Museum befindet. Die Expansion der Stadt in den letzten Jahrzenten zeichnet sich deutlich vom mittelalterlichen Stadtverlauf und dem nachfolgender Jahrhunderte ab. Die Kathedrale mit ihren Wölbungen glänzt in der Sonne und macht sich so besonders bemerkbar. Der Zollpalast, den wir links sehen können, erinnert uns daran, wie weit sich das Meer einmal in die Stadt erstreckt haben muss.
Während wir weiter den Mauern folgen, erreichen uns frische Meeresluft und die Sonne, die fast immer im Himmel von Malaga zu sehen ist. Böse Zungen behaupten, dass der Wind von Nordafrika euphorisierende Partikel über das Meer trägt. Und tatsächlich fühlen wir uns wie im Paradies, während wir einen sonnigen Spaziergang über solch alte Steine machen und sich uns die Stadt weiter eröffnet.
Wir kommen zu dem, was einst das Gefängnis oder der Kerker war. Wir können noch weiter hoch klettern und so nicht nur die Stadt und das Meer sehen, sondern auch die Berge auβerhalb Malagas und den Naturpark. Dieser ist von dichter Vegetation und tausenden von Wildschweinen besiedelt. Wo keine Bäume stehen, zeigt sich uns die Erde in einer braunen Farbe, die im Kontrast zu den grünen Massen der Gärten und Wälder steht. Im Inneren der Festung, die von groβen Bäumen und Sträuchern beschützt wird, befinden sich schöne Spazierwege.
Wir erobern weiter die Festung, diesmal mehr Richtung Norden. Von hier aus sehen wir die Gärten der Finca de la Concepción, bis wir schlieβlich zum Aufstieg der östlichen Aussichtspunkte kommen. Hier spielen das Meer, welches sich prächtig vor uns ergibt, und die Küste die Hauptrolle. Kleine Buchten säumen die Promenade, genannt Paseo Marítimo, bis hin zu Los Baños del Carmen und El Palo. All diese Orte sind unseren strandliebenden Studenten wohlbekannt. Wir schieβen Fotos – von der Gruppe, von Freunden, von dieser und von jener Aussicht – und steigen schlieβlich eine schwindelerregende Treppe zum Eingang hinab.
Wir treten in das Gebäude ein, das einst das Munitionslager der Festung war. Heute befindet sich dort (dank meiner Hingabe) ein charmantes Burgmuseum, das die Geschichte der verschiedenen Besatzungen der Festung erzählt.
Nach all diesen Eindrücken haben wir ganz schön Hunger. Wir laufen wieder denselben Weg zurück, den wir zu Beginn hinaufgestiegen sind, und innerhalb weniger Minuten befinden wir uns auch schon wieder in der Nähe unserer Sprachschule Lexis. Einige gehen zusammen etwas essen, andere schauen in der Schule nach ihren E-Mails und wieder andere gehen nach Hause um sich auzuruhen.
Es war ein wirklich schöner Nachmittag.

